DAVID, BEN UND FINN

Band – Bühnenshow

DAVID, BEN UND FINN

Musik. Freude. Lachen. – Die neue Konzertshow

 

David, Pianist und in der Midlife-Crisis, trauert früheren Erfolgen nach. Ben, am Anfang seiner Karriere, spielt sensationell Posaune, gewinnt jeden Wettbewerb. Und dann ist da noch Finn am Schlagzeug. Er wirkt meist seltsam entrückt. Aber wenn er mit den Stöcken wirbelt, bekommen die Zuschauer Schnappatmung.

Ein zufälliges Treffen vereint die drei Musiker. Der Oldi hat die Kontakte. Dafür zeigen die Youngsters ihm eine hoffnungsvolle Gegenwart. Sie verbreiten Freude, Witz und Leichtigkeit. Dann ist da plötzlich die große Chance…

 

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Artikel aus der Online-Ausgabe der Nordwest-Zeitung vom 08. Januar 2024VERLINKUNG HIER

 

PIANIST DAVID HARRINGTON IN OLDENBURG

Das hohe C kann auch mal woanders liegen

David Harrington ist vielseitiger Pianist, aber auch ein begnadeter Sänger und Komödiant und ein wunderbarer Geschichtenerzähler. Unter Beweis gestellt hat er das beim Neujahrskonzert in Oldenburg.

Horst Hollmann

08.01.2024, 15:30 Uhr

Oldenburg – Es gibt Tenöre, die treffen in nur einer Belcanto-Arie sechs-, sieben- oder achtmal genau das mystische hohe C und halten es aus. Wie langweilig. David Harrington zeigt sich da einfach vielseitiger. Er feiert Spitzentöne und sich selbst auch mal bei A, bei Fis, bei B, bei Des und in anderen Höhen. Die hohe Kunst dieses Pianisten, Sängers und Komödianten: Nichts klingt dabei daneben!

Spaß mit Spickzettel

So trifft der Entertainer aus dem Schmidt-Theater in Hamburg beim Neujahrskonzert des Vereins der Musikfreunde Oldenburg (VMO) im Großen Haus auch in die Herzen des Publikums. Erst nicht immer direkt, aber zunehmend sicherer. Harrington verhehlt für sein Programm „Ein Pianist packt aus“ nicht, dass er sich derzeit mit Fünfzig in seiner Midlife-Krise fühlt. Da müssen sich auch bedächtige Oldenburger erst mal daran gewöhnen, dass einer Bühnen-Koryphäe in dieser Lebensphase der Handlungsfaden wegflutscht. Macht nichts. Der Spickzettel liegt auf dem Klavier.

Meister feiner Klänge

Doch allmählich dämmert es: Harrington und seine Kompagnons Mathis und Jakob Wroblewski (Posaune/Schlagzeug) erzählen zwar die Lebensgeschichte eines ehrgeizigen und vielseitigen Pianisten. Die beginnt mit Auftritten in der Senioren-Residenz Oldenburg Nord und führt aktuell zu einer umtriebigen und geachteten Rolle im Hamburger Musikgeschehen. Sie lebt mehr von feinem Humor und Witz als vom brüllend belachten Schwank.

Das musikalische Werkzeug dazu ist beachtlich. Harrington glänzt als Pianist, bei dem sich die Freude am Gestalten auf die Tasten zu übertragen scheint, bei dem man hinter den etwas breiter gestreuten Spitzentönen zu Recht eine professionelle Gesangsausbildung vermuten darf. Posaunist Mathis schmeichelt den Ohren der Hörer geradezu, ehe er sie schalkhaft kitzelt. Schlagzeuger Jakob kann natürlich seine Instrumenten-Batterie rauschen lassen. Er ist jedoch frustriert, wenn er in der Einkaufsgalerie zu Weihnachten „Stille Nacht“ begleiten soll. Aber: Ebenso hier wie in vielen anderen Passagen ist er ein Meister der feinen und verfeinerten Klänge; das ist fast atemberaubend.

Travemünde-Trelleborg

Immer, wenn Harrington „Lasst uns Drei die Lage im Halbkreis beraten“ ruft, wendet sich der Lebensweg. 74 Tage auf der Fähre zwischen Travemünde und Trelleborg gespielt? Keinen Bock mehr! Auf 47 Nordland-Kreuzfahrten mit der MS „Abwrack“ das Publikum nach üppigem Essen mit Verdauungsmusik kuriert? Die Träume sind vorbei, trotz immer neuer netter Kellnerinnen! Also geht es ans Volkstheater Bautzen, wo das Trio das komplette Orchester in „My Fair Lady“ ersetzt, in einer mundartlichen Bautzner Fassung. Nun ja, ist auch kein Lebensziel.

Lenz und Kaktus

Das Repertoire des Trios reicht dann doch zur finalen eigenen Show in Hamburg: Operetten- und Musical-Songs, Lieder vom Engagement bei Kindergeburtstagen mit betuchten Eltern, Einlagen aus dem „Phantom der Oper“, Volkstümliches wie „Veronika, der Lenz ist da“ oder „Der kleine grüne Kaktus“, dazu instrumentaler Jazz, Pop und Tanz. In manchem kann sogar Spott stecken. Wenn das Trio fast großsprecherisch „O Land of Hope and Glory“ intoniert, liegt die Frage auf der Zunge: Hallo? Welches Land kann das denn heute über sich singen?

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Besetzung:

DAVID: David Harrington, Pianist mit Gesang, Moderator

BEN: Ben Matthis Wroblewski, Posaunist

FINN: Finn Matthis Wroblewski, Schlagzeuger

 

Uraufführung: 07. Januar 2024 im Oldenburger Staatstheater (Großer Saal)

 

Vorstellungsdauer:

1. Akt ca. 55 Minuten – Pause 25 Minuten – 2. Akt ca. 55 Minuten

 

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